Was sagen Sportler über die Bibel?
(Aus Sportlerbibel "Mit vollem Einsatz", SRS e.V./ www.srsonline.de)
Lúcio (Lucimar da Silva Ferreira)
"Die Bibel ist für meine Familie und mich sehr wichtig. Für mich ist die Bibel wie ein Handbuch für mein Leben. Ich glaube, dass Gott uns dieses Handbuch gegeben hat, um ihn besser zu verstehen und in dieser Welt besser leben zu können. Durch das Bibellesen habe ich persönlich schon sehr viel gelernt und es kommt sicherlich noch vieles hinzu.
Ich bin überzeugt, dass uns die Bibel im Fußball wie auch in anderen Sportarten eine große Hilfe sein kann. Jeder möchte in seiner Sportart gewinnen, aber die Bibel zeigt uns, wie man den wahren Sieg im Leben haben kann. Und sie hilft uns, Sinn und Zweck von Siegen und Niederlagen einzuordnen und zu verstehen."
Fußballprofi, Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft,
aktueller Verein: Inter Mailand
Weltmeister 2002
Confederations Cup Sieger 2009
mehrfacher Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger
Marcelo José Bordon
"Wenn mich die Leute manchmal fragen: "Warum sollte man die Bibel lesen? Warum beten?", scherze ich ein wenig und antworte so: "Ein Auto fährt nicht ohne Benzin, und wir Menschen können ohne die Bibel auch nicht gehen. Die Bibel ist die geistliche Nahrung."
Ich glaube, dass die Menschen ohne die Bibel und das Gebet in dieser Welt verloren sind. Seitdem ich Jesus kennengelernt habe, fing ich an, die Bibel zu verstehen, auf Gottes Wort zu hören und die Loblieder mitzusingen. Das hat mich langsam gereinigt von allem Schmutz, von aller inneren Fäulnis, von aller Müdigkeit und von aller Traurigkeit. Gott hat mich erneuert, mir ein neues Leben geschenkt. Gott hat auch mein inneres Gleichgewicht in den guten und in den schwierigen Momenten wiederhergestellt.
Fußballprofi, Ehemaliger brasilianischer Nationalspieler,
aktueller Verein: FC Schalke 04
Copa-America-Sieger 2004

- Martin Rennie (c) Cleveland City Stars
Martin Rennie
"Durch das Lesen in Gottes Wort, der Bibel, und durch Gebet konnte ich ihn besser kennen lernen und verstehen, was er durch seinen Sohn Jesus Christus für mich getan hat.
Mein Glaube ist der Mittelpunkt von allem was ich tue. In der Position des Trainers steht man manchmal sehr unter Druck. Aber zu wissen, dass Gott die Kontrolle über mein Leben hat und dass er einen Plan für mein Leben hat, hilft mir, Siege und Niederlagen nüchtern zu betrachten.
Mein Glaube hilft mir in jedem Bereich meines Lebens, einschließlich des Sports. In Jeremia 29,11 steht: „Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe, spricht der Herr. Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“
Schottischer Profi-Fußballtrainer,
aktueller Verein: Carolina RailHawks/USA,
2007 USL-2 Coach of the Year
Ivaylo Ivanov
"In der Bibel finde ich sehr viele Zusammenhänge mit dem Sport, die mir helfen, meinen Glauben im Sport zu leben. Zum Beispiel aus 1. Timotheus 6,12: "Kämpfe den guten Kampf des Glaubens. Halte an dem ewigen Leben fest, das Gott dir geschenkt hat und das du vor so vielen Zeugen bekannt hast." Oder aus 1. Korinther 9,24: "Denkt daran, dass alle wie in einem Wettrennen laufen, aber nur einer den Siegespreis bekommt. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt!" Für mich bedeutet das: Gib alles, was du kannst und sei fair auf dem Platz, aber auch außerhalb des Platzes."
Fußballer, geboren in Bulgarien,
Mittelstürmer beim ZFC Meuselwitz, Regionalliga Nord
Colin Bell: "Was soll ich mit dieser Bibel?"
"Fußball ist meine Leidenschaft, solange ich denken kann. Schon mit drei Jahren habe ich auf der Straße gekickt, dann in der Schule und seit meinem 13. Lebensjahr im Verein. Mit 16 unterschrieb ich meinen ersten Profivertrag. Und direkt nach der aktiven Karriere wurde ich Trainer. Bis dahin habe ich nie an Gott geglaubt, im Grunde habe ich ihn sogar abgelehnt.
Doch dann änderte sich mein Leben schlagartig. Ich war Trainer bei den Amateuren von Mainz 05 und plötzlich lief es nicht mehr gut. Auch privat ging so manches schief. Ich hatte Angst, den Job zu verlieren. Einige Wochen vor diesem Tief spielten wir in der Regionalliga gegen Pfullendorf. Nach dem Spiel stand jemand am Mannschaftsbus und verteilte Bücher. Auch ich bekam eins. Ein Fußballer auf dem Titelblatt ließ mich zunächst vermuten, es sei ein Fußballbuch. Dann las ich den Titel: Mit vollem Einsatz. Das Neue Testament. Ich reagierte prompt mit Ablehnung und legte es weg.
Einige Wochen später spielten unsere Profis anlässlich eines Benefiz-Spieles in Worms gegen Rosenborg Trondheim und tags darauf brachte mir ein Spieler ein Buch und meinte: "Jemand hat mir dieses Buch namentlich für dich gegeben." Ich erhielt exakt das gleiche Buch Mit vollem Einsatz. Ich ärgerte mich, habe es trotzdem genommen und genauso in den Schrank gelegt.
Es ging mir ziemlich schlecht und das erste Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl, dass ich nicht mehr alles im Griff habe. In dieser Zeit hatte ich guten Kontakt zu einem Trainerkollegen in Elversberg, Brent Goulet. Ich wusste, dass Brent Christ ist und er wusste um meine ständigen Misserfolge der letzten Wochen. Er unterstützte mich immer wieder mit SMS-Grüßen. An einem Sonntagmorgen machte ich den Fernseher an und blieb bei einem Fernseh-Gottesdienst hängen. Der Prediger sprach nicht nur in Englisch, meiner Muttersprache, sondern ich spürte irgendwie: Der spricht mich an. Was er sagte, hat mich getroffen. Ich wollte immer wieder umschalten, konnte es aber nicht und habe die Sendung schließlich komplett gesehen.
An diesem Sonntag bekam ich Informationen über Jesus Christus, die ich noch nie gehört hatte und ebensolche Wahrheiten über mein eigenes Leben. Der Prediger Bayless Conley war, bevor er Christ wurde, Alkoholiker und drogenabhängig, aber durch einen zwölfjährigen Jungen fand er zu einem Leben mit Jesus. Ich bekam eine Gänsehaut beim Zuhören und es machte mich neugierig, wie man es schafft, sein Leben so zu verändern.
Am nächsten Tag nahm ich die Sportlerbibel zur Hand. Ich schlug das Buch einfach mittendrin auf, genau auf der Seite mit dem Lebensbericht von Ion Keptene, einem Taekwondo Kämpfer aus Moldawien - Taekwondo war auch mein Hobby. Dann las ich seinen Bericht und wieder dachte ich: Das ist eigentlich genau deine Geschichte. Ich las dann auch die anderen Sportlerberichte in dieser Bibel.
Am darauf folgenden Sonntag schaute ich wieder Bayless Conley und dachte: Vielleicht ist das ja nur Zufall, dass er mich letzten Sonntag so fasziniert hat. Doch auch diesmal fühlte ich mich sofort angesprochen. Plötzlich sagt er: "I am talking to you" und zeigte dabei scheinbar auf mich.
Mein Leben veränderte sich, aber ich fand keine Erklärung dafür. Bereits seit Monaten wurde ich nachts wach und stellte mir die Frage: Was ist, wenn du stirbst? Diese Frage ließ mich nicht los, dazu kamen die Misserfolge. Als Sportler war ich so fixiert auf Erfolg. Darüber definierte ich mich, das bestimmte meinen Wert. Doch in der Zeit wurde meine Arbeit hinterfragt, ich fühlte mich gekränkt, verletzt und ausgenutzt. Natürlich war das mein subjektives Empfinden und egoistisch gedacht. Aber das erkannte ich zu dem Zeitpunkt nicht. Dann verloren wir das fünfte Spiel in Folge, ausgerechnet bei meiner früheren Trainerstation TUS Koblenz.
Bibel-Unterricht in der Kneipe
Eine Woche später, nach einem überragenden 0:0-Spiel bei den Amateuren von Bayern München, traf ich mich in einer Szenekneipe mit Brent Goulet. Er kam rein, machte seine Tasche auf und packte eine Riesenbibel aus. Alle schauten zu unserem Tisch. Das war mir peinlich, aber Brent wusste genau, wie ich mich fühlte, und sagte: "Ich würde mich auch auf den Tisch stellen, um zu erzählen, was Jesus für mich getan hat." Der Typ faszinierte mich. Mir war vorher schon klar, dass er etwas hatte, das ich auch unbedingt haben wollte. Er strahlte eine Ruhe und Zufriedenheit aus, die ich überhaupt nicht kannte, und ich konnte ganz offen mit ihm reden.
Auf Grundlage der Bibel konnte Brent mir auf alle meine Fragen antworten. Mal las er eine Stelle vor, mal ließ er mich selbst lesen. Und ich fragte weiter, dachte, irgendwann wird auch Brent keine Antworten mehr haben, aber es gab immer eine Bibelstelle, die zutraf. Ich war total aufgewühlt, mein Herz raste. Danach fuhr ich zurück zu meinem Appartement in Mainz und rief meine Frau zu Hause im Westerwald an, dass ich nicht käme. Ich schmiss meine Tasche hin - das Licht machte ich erst gar nicht an - und ging auf die Knie. Ich weinte bitterlich. Es war mein erstes Gebet: "Jesus wenn es dich wirklich gibt, dann nimm mich an, verzeih mir, wie gottlos ich mein Leben gelebt habe."
Dabei war mir ganz klar, dass Jesus der Einzige ist, der mein Leben in Ordnung bringen kann. Irgendwann bin ich dann eingeschlafen und hatte einen ganz intensiven Traum, in dem Brent mich fragte, ob ich auf diesem Weg mit Jesus mitgehen wolle. Ich antwortete mit Ja und sofort öffnete sich der Himmel und ich sah ein unglaublich helles Licht. Als ich wach wurde, merkte ich, dass ich im Schlaf geweint haben musste. Mein Gesicht war nass, mein Herz raste, aber ich wusste: Mein Leben hat sich verändert. Ich habe dann noch einmal ganz bewusst gebetet und Jesus mein ganzes Leben anvertraut.
Später an diesem Tag fuhr ich nach Hause und erzählte meiner Frau alles! Auch all mein Versagen ihr gegenüber. Wir sprachen darüber und weinten zusammen. Dieser Tag im November 2004 hat mein Leben völlig verändert. Die Ruhe und Zufriedenheit, die ich sofort verspürte, war wie eine Befreiung für mich, ein Gefühl, das ich nie zuvor gekannt hatte.
Und von Anfang an hatte ich den Wunsch, diese Liebe von Jesus, die ich selbst so intensiv erlebe, auch an andere weiterzugeben. Jetzt wollte ich mehr wissen, Jesus kennenlernen. Seitdem ist die Bibel mein ständiger Begleiter. Manche Verse sind mir besonders wichtig, so z.B. Vers 6 im 14. Kapitel des Johannes-Evangeliums (S. 168). Dort heißt es: "Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich." Überhaupt rate ich jedem, einmal das Johannes-Evangelium zu lesen und wünsche jedem Leser diese Erfahrung, die ich gemacht habe."
ehemaliger Fußballprofi Leicester City / FSV Mainz 05
Jugend-Cheftrainer und Jugendkoordinator sowie
2008/ 2009 Co-Trainer Profimannschaft TuS Koblenz
Cheftrainer TuS Koblenz U23

- Colin Bell (c) SRS e.V.
