Was schrieb die Presse über das Bibelmobil?
Wo das Bibelmobil Station macht, ist das Interesse der Medien groß: Unzählige Berichte erschienen in Lokalzeitungen, aber auch in der überregionalen Presse. Mehrfach berichtete auch das Fernsehen über das Bibelmobil.
Hier finden Sie einen Artikel des Nachrichtenmagazins idea vom 8. Juli 2009.
Und hier können Sie einen Artikel der Berliner Zeitung vom 29. Juni 2009 lesen.
Das Buch der Bücher
Kinder erfahren im gelben Bibel-Doppelstockbus spannende Geschichten
Ohrdruf. (tlz/cat)
"Du warst vor 3000 Jahren eine tolle Richterin, und du eine kleiner Hirtenjunge mit einer Steinschleuder und später ein König mit 700 Frauen, und du warst Esther, die Frau des persischen Königs Xerxes I." Die Kinder der Grundschule "Carl Eduard Meinung" kleben Stephan Naumann an diesem Dienstagmorgen an den Lippen, so spannend erzählt der 52-jährige die Geschichten aus dem Buch der Bücher.
Lehrerin Ute Pflügner ist mit ihren Schützlingen Gast im Bibelmobil auf dem Schulhof des Gymnasiums Gleichense in Ohrdruf. Hier im Doppelstockbus werden gerade Fächer wie Deutsch, Geschichte, Ethik, Religion, Kunst oder Politik zusammengefasst, denn die Heilige Schrift begegnet den Menschen überall. Und das Thema "Schreibtechnik in biblischer Zeit" interessiert an diesem Tag die Grundschüler ganz besonders. Von in Stein gehauenen Geboten berichtet Naumann den Mädchen und Jungen und von alten Techniken der Papyrus-, Pergament- und Papierherstellung; zeigt ihnen alte Öllampen aus dessen Ruß-Harz-Gemisch Tinte hergestellt wurde, die nun seit über 2000 Jahren lesbar ist; erzählt von der Geschichte mit dem kleinen Jungen, der vor 60 Jahren auf der Suche nach seiner Ziege in einer Höhle am Toten Meer alte, lederne Schriftrollen fand, geschrieben von Propheten – "die mit dem besonders heißen Draht zu Gott".
Im Oberdeck des gelben Busses dürfen sich die Schüler noch kurze, witzige Zeichentrickfilme ansehen und die Schrift einer Blindenbibel ertasten. 120 Tage im Jahr tourt Stephan Naumann mit seinem Kollegen Andreas Schmidt durch Deutschland, unterrichten abwechselnd bis zu acht Klassen pro tag, halten nachmittags und abends Vorträge für interessierte Bürger und diskutieren über brisante Themen. Gesprächsrunden werden auch in den kommenden Tagen angeboten. Nach weiteren morgendlichen Schulbesuchen, wir das Bibelmobil ab nachmittags auf dem Ohrdrufer Marktplatz stehen.
Besucher können sich dann auch Filme ansehen, Landkarten studieren, die Entstehung der Heiligen Schrift nachvollziehen, etwa 40 verschiedene Bibelausgaben in verschiedenen Sprachen bestaunen oder kaufen. Und einen Blick durchs Mikroskop auf die kleinste Bibel der Welt werfen. Auf drei mal drei Zentimeter sind nämlich 1245 Seiten, beziehungsweise die Schrift von 66 Papyrusrollen einst für Raumfahrer untergebracht worden. Die Unendlichkeit vor Augen, wird auch dort im Alten und Neuen Testament gelesen.
